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PDF-Downloads mit Google Analytics messen

PDF-Downloads mit Google Analytics messen

Mit dem Webanalyse-Tool Google Analytics lassen sich Erfolge von Websites messen. Besuchsquellen, Aufenthaltsdauer, aufgerufene Seiten und Konversionen liefern einige von vielen Kennzahlen. Wie aber misst man die Häufigkeit von PDF-Downloads?

Google Analytics in die Website integrieren

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, wie das Messen von Kennzahlen (auch Tracking genannt) auf einer Website funktioniert: Um Kennzahlen vernünftig messen zu können, muss ein Tracking-Code (JavaScript) auf allen Seiten im head-Bereich der Website platziert werden. Dieser JavaScript-Code wird von Google Analytics bereitgestellt. Man findet ihn in Google Analytics unter Verwaltung > Property > Tracking-Informationen > Tracking Code. Wenn dieser Code eingebunden ist, kann Google die benötigten Informationen zu Seitenbesuchen auslesen und in den entsprechenden Berichten darstellen.

Mehrere Methoden zum Messen von PDF-Downloads

Für das Messen von Downloads mit Google Analytics gibt es verschiedene Möglichkeiten. Im Folgenden werden drei von ihnen vorgestellt:

  • Google Tag Manager (komfortabel)
  • onClick via Universal Analytics (veralteter Standard)
  • Optimierte Analysen via Google Analytics 4

Empfohlene Methode: Google Tag Manager

Das Tracken von PDF-Dateien mit Google Analytics über den Google Tag Manager ist die komfortabelste Methode, da hierfür nur eine einmalige Einrichtung des Tracking-Codes auf der Website erforderlich ist. Weitere Anpassungen direkt im Code der Website müssen nicht erfolgen.

Wenn der Google Tag Manager schon länger im Einsatz und mit Google Analytics verknüpft ist, sind auf der Website keine weiteren Anpassungen nötig. Direkt im Google Tag Manager kann ein sogenannten Trigger eingerichtet werden. Der Trigger verfügt über die Einstellung jeden Klick auf eine Verlinkung mit der Endung .pdf messbar zu machen. Die daraus resultierenden Daten werden anschließend in Google Analytics unter Events ausgegeben.

Alternative Methode: ohne Google Tag Manager

Eine alte, aber noch noch weit verbreitete Methode, ist das Tracken mit der Funktion ga(…) unter Universal Analytics (analytics.js). Universal Analytics galt lange als Standard-Property-Typ für Websites, ehe es am 14. Oktober 2020 von Google Analytics 4 abgelöst wurde. Bei Websites, die noch den alten Universal-Standard verwenden, kann ein Tracking-Code folgendermaßen aussehen:

<a href="file.pdf" onClick="ga('send', 'event', 'PDF', 'Download', 'file.pdf');">Datei downloaden</a>

Die letzten drei Parameter stehen für eine Kategorie, eine Aktion und ein Label. Sie können indiviudell selbst beschriftet werden. In diesem Beispiel ist PDF ist die Angabe der Kategorie, Download steht für die Aktion und file.pdf ist das Label, welches pro Download unterschiedlich sein kann, damit jeder Download eindeutig zugeordnet werden kann.

Jedes PDF-Dokument, das getrackt werden soll, benötigt ein onClick-Event. Dies kann unter Umständen sehr aufwändig sein, besonders wenn viele PDF-Dokumente getrackt werden sollen oder wenn PDF-Dokumente häufig ausgetauscht werden. Ist das der Fall muss bei jedem PDF immer dieser Code hinterlegt werden, damit das Tracking richtig funktioniert.

Automatisches PDF Tracken mit Google Analytics 4 (ohne Tag Manager)

Bei neuen Google Analytics Properties wird der neue Standard Google Analytics 4 vorgeschlagen. Dieser nutzt das Google Analytics Tracking Script gtag.js, das auch schon seit Juli 2019 bei der App + Web Property im Einsatz ist. Analytics.js bleibt integraler Bestandteil von gtag.js. Somit ist auch das obige onClick-Event weiterhin kompatibel, muss so aber nicht mehr verwendet werden. Denn es ist deutlich einfacher geworden, da Google Analytics 4 die Einstellung Optimierte Analysen mitbringt.

Wenn Optimierte Analysen aktiviert sind, lässt sich einstellen, dass Dateidownloads automatisch getrackt werden, ohne dass Anpassungen am Code nötig sind. Ermöglicht wird das innerhalb der Einstellungen der Property unter Datenstream > Optimierte Analysen. Damit entfällt das umständliche Anpassen pro Link im Code. Parameter wie Kategorie, Aktion und Label werden nicht mehr benötigt.

Fazit

Das Messen von PDF-Downloads ist heutzutage deutlich einfacher geworden als früher mit dem alten Universal Analytics Standard. Dabei ist die Methode mit dem Google Tag Manager zu empfehlen, da sie auf Grund der benutzerfreundlichen Oberfläche am komfortabelsten ist. Wenn der Google Tag Manager einmal eingerichtet ist, müssen keine weiteren Anpassungen am Code vorgenommen werden. PDFs können global über den Trigger getrackt werden und müssen daher nicht einzeln im Code angepasst werden. Übrigens: Mit Google-Analytics können nicht nur PDF-Downloads getrackt werden, sondern auch sämtliche andere Dateien.

Autorin: Kathrin Thomsen


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