Website Relaunch und SEO – Tipps für einen erfolgreichen Neustart

Autor*in: wigital

22.12.2022

Der Relaunch einer Website ist meistens ein größeres Projekt, wobei das wichtige Thema SEO oftmals in den Hintergrund gelangt. Damit zukünftig Fehler vermieden werden, haben wir einige wichtige SEO-Tipps in diesem Artikel zusammengefasst.

Was ist ein Website Relaunch?

Ganz einfach erklärt wird bei einem Website Relaunch eine neue Version der bisherigen Website veröffentlicht, wobei das Ziel immer die Optimierung des Internetauftritts ist. Die veraltete Website kann sowohl im Design als auch im Grundaufbau oder in der Funktionalität an aktuelle Standards angepasst werden.

An einem Relaunch nehmen in der Regel mehrere Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen teil. Deshalb ist es im Vorhinein unheimlich wichtig, die Anforderungen und den Umfang des Relaunches zu besprechen. Findet vielleicht ein Domainwechsel statt? Wird die URL-Struktur der Website verändert? Wird das Content-Management-System (CMS) gewechselt oder das Design angepasst? Alle diese Fragen haben letztendlich Auswirkungen auf den Umfang der Umsetzung.

Welche Rolle spielt SEO bei einem Relaunch?

Oftmals wurde schon in der Vergangenheit viel Zeit in die Suchmaschinenoptimierung investiert, sodass zu bestimmten Suchanfragen bereits ein relevantes Ranking aufgebaut wurde. Werden die folgenden SEO-Empfehlungen nicht ausreichend berücksichtigt, kann es nach einem Relaunch zu schwerwiegenden Verlusten in der Sichtbarkeit der organischen Suchergebnisse kommen.

Die Bestandsaufnahme

Wissen alle Beteiligten um ihre Aufgaben, sollte im ersten Schritt der Ist-Status erfasst und analysiert werden. Mit der SEO-Brille sollten die bisherigen Website-Daten detailliert ausgewertet werden. Welche Seiten weisen den meisten Traffic auf? Welche Seiten ranken gut in Suchmaschinen und welche Seiten haben eventuell verstecktes Potenzial für eine zukünftig gute Platzierung? Mithilfe eines SEO-Tools, einem Webanalyse-Tool und der Google Search Console kann schnell ein Überblick über die Kennzahlen gewonnen werden.

Haben Backlinks, also Verlinkungen von externen Quellen auf die eigene Website, einen maßgeblichen Anteil auf die Sichtbarkeit der Website, müssen natürlich auch diese bei einem Relaunch berücksichtigt werden. Mit einem Webanalyse-Tool können externe Websites, die einen relevanten Anteil am Website-Traffic tragen, beispielsweise über „Verweise“ festgestellt werden.

Die Vorbereitungsphase

Sobald der Status-Quo ermittelt wurde, können die ersten Schritte bereits umgesetzt werden. Eine Testumgebung kann dabei helfen, Änderungen und Anpassungen bereits vor Relaunch der Website vorzunehmen. Das ist wichtig, um einen möglichst reibungslosen Wechsel von der alten zu der neuen Website zu gewährleisten.

Weiterleitungen einrichten

Wie sieht es mit den URLs aus? Bleiben diese bestehen oder verändern sie sich? Ob bei URL-Strukturänderungen, einem Domainumzug oder einer HTTPS-Umstellung: Weiterleitungen sind ein Muss! Mit 301-Weiterleitungen von den alten auf die neuen URLs kann ein Ranking-Verlust minimiert werden, da Suchmaschinen die Rankingsignale durch die permanenten Weiterleitungen den neuen Webseiten zuordnen kann.

Für Nutzer*innen sind Weiterleitungen ebenso von großer Bedeutung. Möglicherweise sind die veralteten URLs im Browser oder als Lesezeichen gespeichert und würden beim Abruf einen 404-Fehler produzieren. Ebenfalls können veraltete URLs auch nach Relaunch noch temporär über die Suchergebnisse aufrufbar sein, sodass Nutzer*innen hier auch auf 404-Fehler stoßen können.

Tipp

Bei Veränderungen der URLs müssen alle existierenden Seiten-URLs erfasst und anschließend sinnvollen Weiterleitungszielen zugeordnet werden. Hier kann beispielsweise die Google Search Console helfen, da sie Aufschluss über die aktuell indexierten URLs liefert. Über ein Tabellenkalkulationsprogramm, wie zum Beispiel Excel, kann eine gute Übersicht über alte und neue URLs geschaffen werden, sodass ein*e Entwickler*in anschließend auf Basis dieser Vorlage die Weiterleitungen einrichten kann.

SEO-Audit des Website-Contents

Der Content einer Website ist für die Suchmaschinenoptimierung essenziell. Mit Relaunch sollte geprüft werden, welche der bisherigen Inhalte in die neue Website übernommen werden sollten. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung ist hier vor allem der Content wichtig, der einen wichtigen Teil zur Sichtbarkeit der Website beiträgt. Wenn derartige Inhalte nämlich einfach wegfallen würden, kann das Ranking negativ beeinflusst werden und der darüber generierte organische Traffic einbrechen. Gleichzeitig bietet der Relaunch auch die Möglichkeit, Content aufzuräumen oder gar zu entfernen, wenn dieser keine besondere Relevanz hat.

Zur Prüfung des Website-Contents zählt natürlich auch, dass Überschriften unter die SEO-Lupe genommen werden. Ist das Fokus-Keyword in der H1-Überschrift gesetzt? Werden Überschriften in einer korrekten, hierarchischen Weise angewendet? Der Relaunch bietet die Möglichkeit, derartige Potenziale zu nutzen und so das Ranking der neuen Website positiv zu beeinflussen.

Weiterhin sollten die Metadaten, also Seitentitel und Meta-Description, mit dem Relaunch übernommen beziehungsweise optimiert werden. Es ist zu prüfen, ob jede Unterseite über diese relevanten Bestandteile verfügt.

Bilder & Medien überprüfen

Auch Bilder und Mediendateien sollten bei einem Relaunch nicht vergessen werden. Die Bilder-SEO wird oftmals unterschätzt, dabei kann über Bilder ebenfalls Traffic auf die Website gelangen. Bevor die Bilder also in die neue Website übertragen werden, sollten sie auf relevante SEO-Merkmale geprüft werden. Dazu zählt ein aussagekräftiger Dateiname, das Verwenden von Alt-Attributen oder auch eine minimierte Dateigröße. Denn hochauflösende Bilder können sich negativ auf die Ladegeschwindigkeit der neuen Website auswirken. Weitere Informationen bietet unser Blogartikel zu optimalen Bildgrößen für Websites.

Die Durchführungsphase

Kurz vor und während der Liveschaltung der neuen Website gibt es natürlich noch weitere Maßnahmen, die umgesetzt werden sollten, um einen reibungslosen Übergang von alter zur neuen Website zu gewährleisten. Und auch nach dem Relaunch ist die Arbeit im Bereich Suchmaschinenoptimierung nicht vorbei. Viele relevante SEO-Aufgaben beginnen nämlich erst jetzt.

Webanalyse einrichten und testen

Wurde bereits eine Webanalyse genutzt, können die verwendeten Tracking-Codes nun in der neuen Website eingebunden werden. Wenn vorher keine Webanalyse vorhanden war, sollte ein Webanalyse-Tool spätestens jetzt implementiert werden, um zukünftig Handlungsmaßnahmen zur Optimierung der User Experience ableiten, sowie Erfolgskontrollen durchführen zu können. Dabei sind Google Analytics und Matomo die wohl zwei bekanntesten Tools.

Die eingerichtete Webanalyse muss nach Relaunch natürlich auf ihre Funktionalität geprüft werden. Wurden die Tracking-Codes richtig eingebunden? Laufen alle Daten korrekt ein? Mit einem Echtzeit-Test lässt sich prüfen, ob die Webanalyse korrekt arbeitet.

Google Search Console nutzen

Die Google Search Console ist ein kostenloses Google-Tool, was unbedingt bei der Suchmaschinenoptimierung genutzt werden sollte. Wurde sie zuvor noch nicht eingerichtet, ist spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt, dies durchzuführen. Es ist zu beachten, dass bei einem Domainumzug die Search Console neu verifiziert werden muss.

Das Tool kann dafür genutzt werden, um die neue Website für die Indexierung bei Google einzureichen, damit sie möglichst schnell in den Google Suchergebnissen auffindbar ist. Besonders bei Änderungen an Content, Metadaten oder der URL-Struktur, ist es sinnvoll Google auf diese hinzuweisen, um die Sichtbarkeit der Website in der Google Suchmaschine aufrechtzuerhalten. Die Indexierung wird beantragt, indem man die XML-Sitemap der Website in der Google Search Console einreicht.

Robots.txt und Robots-Meta-Tags

Die robots.txt-Datei sollte bei Livegang überprüft werden, sodass sichergestellt ist, dass alle relevanten URLs gelesen werden können. Da die Testumgebung für das Crawling durch Suchmaschinenroboter über diese Datei üblicherweise gesperrt ist, wird die Anpassung der robots.txt gerne mal vergessen.

Auch die Robots-Meta-Tags der Seiten sollte überprüft werden. Enthalten Unterseiten den Befehl „noindex“, können diese nicht von Google im Verzeichnis aufgenommen werden und nicht auf einer Suchergebnisseite präsentiert werden.

Weiterleitungen prüfen

Unmittelbar nach Relaunch sollten die Weiterleitungen geprüft werden, sonst kann die Website an Ranking und Traffic verlieren. Ergeben sich 404-Fehler, müssen eventuell noch Weiterleitungen angepasst werden.

Website Audit – der Gesundheits-Check der Website

Unser Website Audit ermöglicht dir, deine Website aus SEO-Sicht auf Herz und Nieren zu prüfen zu lassen, was sowohl vorbereitend für einen Relaunch als auch nach Go-Live zur Qualitätssicherung Sinn ergeben kann. Der Status quo der Website wird im Hinblick auf Qualität und Suchmaschinenoptimierung ermittelt. Es wird hierzu eine allgemeine Bestandsaufnahme durchgeführt und anschließend passende Handlungsempfehlungen abgeleitet, die direkt in die Tat umgesetzt werden können. Wir haben dein Interesse geweckt? Dann melde dich gerne direkt bei uns über wigital.marketing!

Fazit

Ein Relaunch ist ein umfangreiches Projekt mit vielen verschiedenen Aufgaben und Sichtweisen. Die Suchmaschinenoptimierung sollte dabei immer einen hohen Stellenwert haben, um Fehler und Performance-Einbrüche zu vermeiden. Dabei sollten grundlegende SEO-Maßnahmen immer Beachtung finden. Jedoch gilt: Jeder Relaunch ist anders und benötigt eine individuelle Projektplanung!


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